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Eine kulniarische Reise durch Thailand Teil 2

Im ersten Teil der kleinen kulinarischen Rundreise habe ich dir schon einige meiner Lieblingsspeisen vorgestellt, die Hot Pan erklärt und ein paar allgemeine Dinge über den Aufenthalt in Thailand erzählt. Wie auch bereits angekündigt möchte ich dir hier im zweiten Teil einen kleinen Einblick in den traditionellen Handel geben. Des Weiteren möchte ich dir gerne von meinem Ausflug zum Krabbenfischen berichten, der wirklich alles andere war als ein massentouristischer Aufenthalt an einem See. Viel Spaß beim Lesen.

Du hast Teil I des Reiseberichts verpasst? Kein Problem, klicke einfach hier.

Der Handel in der Provinz Khao Lak

Der Handel spielt seit Jahrhunderten eine existenzielle Rolle in Thailand. Neben dem inländischen Handel spielen ebenfalls die Handelsbeziehungen zu China und Indien eine große Rolle. Schaut man sich den inländischen Handel etwas näher an, stellt man fest, dass es einige große Konzerne und sehr viele kleine Handelsunternehmen gibt. Wobei die vielen kleinen Unternehmen eher Privatpersonen darstellen. Einige Konzerne haben das Potenzial in den Touristengebieten längst erkannt, und so entstehen zurzeit immer häufiger Supermärkte wie 7Elven. Aber auch die kleinen Supermärkte haben sich inzwischen angepasst. Hier kann man von Nutella bis Snickers alles kaufen.

Anders als bei uns in Deutschland, gehen die Einheimischen allerdings selten im Supermarkt einkaufen. Dafür gibt es sehr viel Märkte und Straßenstände auf denen das frische Gemüse und Fleisch gekauft wird. Jedoch leben die Einheimischen ebenfalls vom Tourismus und aus diesem Grund wandeln sich die Märkte teilweise zu Einkaufsstraßen für Touristen, in denen man T-Shirts, Souvenirs oder Taucherbrillen kaufen kann. Meine Meinung hierzu ist, dass es auf der einen Seite schade ist, dass die traditionellen Marktstände immer weniger werden. Auf der anderen Seite verdienen die Thailänder so gutes Geld an den vorhandenen Touristen und müssen so nicht mehr zwangsläufig auf dem Feld arbeiten gehen um ihre Familien zu ernähren.

Eine für mich ganz interessante und bei meinem ersten Besuch in Thailand undenkbare Geschichte sind die Straßenstände. Bei denen die Einheimischen versuchen das Gemüse, den Fisch oder auch das Fleisch aus ihrer eignen Anzucht zu verkaufen. Fährt man über die Hauptstraße sieht man meist viele Wälder, ein paar Aquakulturen für die Zucht von Fisch und natürlich Felder. Wenn du dann denkst: „wo bin ich hier gelandet, hoffentlich bleibt mein Auto jetzt nicht liegen!“, taucht aus dem nichts einfach ein kleiner Verkaufsstand auf bei dem man dann frischen Fisch kaufen kann. Oder aber ein kleiner Stand der in der prallen Sonne gebratenen Nudeln verkauft. Wirklich faszinierend.

Bei meinem ersten Besuch dachte ich mir noch, dass ich dort niemals etwas kaufen würde, da es einfach nicht hygienisch aussah. Doch wie so oft im Leben haben ich mich eines Besseren belehren lassen. Vor allem durch unseren Freund Rin, @Khaolakplanet. Er hat uns im Laufe der Jahre eine ganz andere Seite von Thailand, die traditionelle Seite gezeigt. Die Zutaten für sein kleines Restaurant kauft er grundsätzlich auf dem Markt und an den Straßenständen.  Ich hatte nie irgendwelche Probleme nach dem Essen. Ich glaube wir Deutschen erfüllen in diese Hinsicht wirklich unser Klischee, dass wir einige Kontrollzwänge haben. Auch wenn ein kleiner Stand am Straßenrand vermutlich nicht alle Lebensmittel an einem Tag verkauft, werden diese nicht weggeworfen oder am nächsten Tag wieder zum Verkauf angeboten, sondern von den Familien gegessen.

 Das einzige Manko an der thailändischen Bevölkerung ist der Umweltschutz. Viele sind sich dort gar nicht bewusst, was das Wegwerfen von Plastikflaschen mit der Natur macht. Am Straßenrand findet man immer wieder Müll. Durch den stark wachsenden Tourismus wird das Problem noch größer, denn auch die Touristen benehmen sich auf deutsch gesagt wie eine „offene Hose“ und werfen ihren Müll teilweise einfach in die Natur. Dies gefährdet natürlich einige Tierarten und manche Gegenden sehen aus wie eine Mülldeponie. Aber auch von Seiten der Regierung wird zu diesem Thema nicht besonders durchgegriffen. Teilweise sterben die Korallen an den traumhaften Stränden einfach ab, da sich die meisten Menschen keine Gedanken machen was sie wo hinwerfen oder wo sie gerade draufstehen. Wirklich schade!

Zusammenfassung des Handels:

Der Handel in Thailand ist trotz großer Konzerne noch sehr traditionell. Viele Privatpersonen verkaufen das, was sie in ihrem eigenen Garten angebaut oder gejagt haben. Die Qualität von Fisch und Gemüse ist wirklich gut. Auch wir als Deutsche sollten uns nicht vom Anblick täuschen des Essens auf den kleinen Märkten täuschen lassen, sondern uns mehr mit der Kultur und den Menschen in dem Land in dem wir gerade sind beschäftigen. Als großes Manko ist der Umweltschutz zu nennen. Doch hier ist ebenfalls die Regierung gefragt sich mehr einzusetzen um die Artenvielfalt und die Natur zu schützen.

Wer meinen Blog auf Instagram verfolgt und sich meine Stories im Urlaub angeschaut hat, der weiß, ich bin kein Freund von Menschenmassen bei einem Ausflug. Klar ist es gut, wenn man Tagesausflüge bucht. Dies sollte man auch unbedingt machen, jedoch mag ich es nicht zusammen mit 50 – 100 weiteren Personen auf bspw. einem Schiff zu sein und mit allen zusammen eine Sehenswürdigkeit anzuschauen. Dann nehme ich lieber etwas mehr Geld in die Hand und buche eine Privattour. Davon mal abgesehen, wenn du in Khao Lak einen Super Tourguide suchst, der private Touren anbietet und vom Preis her nicht mal teurer ist als die meisten Anbieter mit 50 – 100 Personen, dann schreib doch einfach mal Rin von khaolakplanet an. Super Typ, spricht gutes Englisch und lecker essen gehen kann man bei ihm auch. Jetzt aber genug mit den Empfehlungen, kommen wir zum Punkt.

Da ich gerne angeln gehen wollte hatte mir besagter Tourguide angeboten erst Krabbenfischen zu gehen und anschließend noch die Angel an einem See auszuwerfen. Hierzu hat er einen alten Schulkollegen angerufen, der nach der gemeinsamen Schulzeit Fischer geworden war. Da wir den Ausflug relativ kurzfristig machen wollten ist der Schulkollege am gleichen Abend der Buchung noch zu einem nahegelegenen See gefahren und hat dort einige Krabbenreusen ausgelegt, damit wir diese am Folgetag zusammen einholen konnten.

Nach einer 10-minütigen Fahrt quer durch einen Dschungel haben wir auch schon den kleinen See erreicht. Zusammen mit einem weiteren Kollegen haben wir uns zu dritt in ein kleines Ruderboot gequetscht. Ich glaube das sah ziemlich witzig aus, denn der Durchschnittsthailänder ist gerade einmal 1,75m groß. Da steche ich mit meinen 1,93m schon hervor und wie gesagt, das Ruderboot war winzig. Zusammen sind wir dann eine knappe Stunde auf dem See herumgeschippert um die Reusen einzuholen. Was soll ich sagen, ich hätte nicht gedacht das in diesem kleinen See so viele Krabben leben. Die Ausbeute war wirklich dick! Knappe 30 Krabben, die wir später mitgenommen und als Abendessen zubereitet haben. Frischer geht’s nicht!

Anschließend sind wir noch an einen anderen „Krabbenspot“ gefahren, mitten in den thailändischen Mangroven. Leider ohne Erfolg. Doch mir wurde gesagt, dass sich wohl schon jemand an den Reusen bedient hat und die Krabben quasi geplündert hat. Doch 30 Krabben sollten reichen.

Als nächstes sind wir an einen Angelspot gefahren, mitten im Nirgendwo. Jedoch bei 35 °C und drückender Hitze wurde das Angeln zunehmend anstrengend. Selbst den Fischen war es zu heiß um auf Nahrungssuche zu gehen. Doch ein kurzweiliges Gewitter hat zwischenzeitig für eine Abkühlung gesorgt. Kurz nach dem Gewitter habe ich dann doch noch einen Red Snapper gefangen. Auch wenn es nur ein kleiner war (ca. 30cm lang und 500g schwer) war es für mich ein voller Erfolg. Insbesondere hat es mich gefreut, dass es ein Red Snapper war, denn in den meisten Restaurants findet man nur White Snapper. Diese schmecken zwar ähnlich, kommen aber aus einer Zucht. Der Red Snapper erhält seine Farbe durch das Fressen von kleinen Garnelen in der Wildnis. In einer Zucht werden diese mit anderem Futter gefüttert, sodass sie keine typisch rote Farbe erhalten.

Gegen Nachmittag wurde das Wetter wieder unerträglich heiß. Da wir all unsere Wasservorräte bereits aufgebraucht hatten, mussten wir uns leider gegen 16:00 Uhr auf den Rückweg machen. Denn bei den Temperaturen ohne Wasser, ist eine Dehydration vorprogrammiert.

Nach einem kurzen Refresh im Hotel haben wir uns in Rins Restaurant getroffen und gemeinsam mit seiner Familie das Abendessen zubereitet. Der Fisch wurde ausgenommen, und anschließend mit einer Salzkruste auf den Grill gelegt. Zufällig kam noch ein Freund der Familie vorbei, der sich spontan dazu entschlossen hat mit uns zu essen. Denn selbst für fünf Erwachsene und ein Kind waren der Fisch und die Krabben fast zu viel. Ich bin fast geplatzt, aber es war super lecker! Abschließend gab es auf das leckere Essen erstmal einen kleinen Rum und einige Biere.

Ein mehr als gelungener Tag und Abend sind dann irgendwann auch einmal vorbei. Vollgegessen und angetrunken ging es dann in Hotel zurück. Wir werden definitiv wiederkommen!

Fazit:

Wenn ich Thailand in drei Stichpunkten wiedergeben müsste, wären es die folgenden:

  • Wunderschöne Natur
  • Sehr liebe und offenen Menschen
  • Extrem leckeres und frisches Essen

Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, wenn es machbar ist einmal im Leben nach Thailand zu fliegen!

Damit endet dieser kleine, zweiteilige Reisebericht. Ich hoffe dir hat das lesen Freude bereitet. Natürlich würde ich mich über ein kleines Feedback deinerseits, als Kommentar oder Privatnachricht freuen.

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