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Eine kulinarische Reise

durch Khao Lak – Thailand

Mai 2018

Mittlerweile bin ich bereits das vierte Mal in Thailand und mich fasziniert dieses wunderschöne Land immer wieder aufs Neue. Abgesehen von den traumhaften Stränden, der komplett anderen Kultur, den Menschen und der Vielfalt der Tiere gibt es in Thailand ausgefallene und leckere Gerichte. Wer es gerne scharf mag, der ist hier genau richtig aufgehoben. Wenn du dir jetzt denkst: „da kann ich dann nichts essen“, dann kann ich dich beruhigen, nicht jedes Gericht ist scharf und als Tourist wird man bei der Bestellung gefragt wie scharf es denn sein darf. Somit kann jeder auf den Geschmack von echtem thailändischen Essen kommen, auch wenn der Papayasalat scharf am besten schmeckt.

Für die Region rund um Khao Lak kann ich mit Freude berichten, dass 90% der Restaurants frisches Gemüse und frische Fleisch verwenden. Wer hier in den kleinen Supermarkt geht und nach Fleisch sucht, der sucht vergeblich. In den meisten Fällen kaufen die Restaurants ihr Fleisch direkt auf dem lokalen Markt. Bitte lass dich nicht von den Bildern abschrecken. Ja, das Fleisch liegt ungekühlt auf einem Holztisch und ja, manchmal setzten sich Fliegen auf das Fleisch. Doch egal wo ihr essen geht, ich werden genau dieses Fleisch bekommen. Gut durchgegart sterben alle Keime ab. Genau das ist übrigens auch der Grund warum du kein Steak in Thailand bestellen solltest, es sei denn du magst dein Steak wie eine Schuhsohle!?

Innerhalb meiner Urlaube hatte ich lediglich einmal Probleme mit dem Magen und dies, weil ich schlechte Insekten auf dem Markt gegessen hab (du merkst ich probiere tatsächlich alles). Durch das normale Essen hatte ich noch gar keine Probleme, weder in Restaurants noch an einem Stand auf dem Markt. Natürlich kann ich nicht für jedes Restaurant oder jeden kleinen Stand auf dem Markt sprechen, aber wenn du dich an die Einheimischen hältst, dann kannst du ebenfalls all das essen was diese auch essen.

Ich habe sehr viel in Reiseführern und dem Internet gelesen bevor ich das erste Mal nach Thailand geflogen bin. Ich habe auch tatsächlich versucht alles zu befolgen aber ich muss sagen es macht mehr Spaß, wenn man sich nicht über jede Kleinigkeit den Kopf zerbricht, sondern einfach mal ausprobiert. Tu dir selbst den Gefallen und schalte manchmal den Kopf aus und das Bauchgefühl an und ich verspreche dir es wird ein super Erlebnis. Nachfolgend noch ein paar Eindrücke von einem thailändischen Markt und wie gesagt, lass dich nicht abschrecken.

Fastfood

In Thailand werden, wie schon anfänglich erwähnt, hauptsächlich frische Zutaten für die Zubereitung von Speisen genutzt. Selbst bei der Zubereitung von Fastfood steht frisches Gemüse und Reis an erste Stelle. Ein klassisches Beispiel für thailändisches Fast Food ist Pad Kra Pao. Es besteht hauptsächlich aus feingehackter Hühnerbrust, Chili, Hot-Basil und frischem Gemüse (das Rezept gibt es hier). Zusammen mit einer Portion Reis auf der ein Spiegelei platziert wird macht dieses Fast Food wirklich satt und ist gesund. Ein Muss wenn man nach Thailand reist!

Das Besondere in den Restaurants in denen ich gegessene habe war, dass alle Gerichte frisch für jeden Kunden zubereitet werden. Alle Zutaten werden erst nach der Bestellung kleingeschnitten. Es ist nichts vorbereitet wie man es aus Deutschland kennt. Jede Sauce wird genau für die bestellte Portion zubereitet. Ok. Ich gebe zu, bei einer Brühe, bei der Schweineknochen über 5 Stunden aus auskochen ist diese nicht möglich, aber das sind die absoluten Ausnahmen. Auf dem rechten Bild ist meine absolute Lieblingssuppe zu sehen. Mit frischen, selbstgemachten Nudeln und ordentlich Schweinefleisch.

Currys

Natürlich dürfen hier auch nicht die leckeren Currys vergessen werden. Diese bestehen aus einer Art Kokosnussmilchsuppe, viel Gemüse, nach Wahl Hühnchen, Meeresfrüchten oder Schweinefleisch und den verschiedenen Currypasten. Meine persönlichen Lieblingscurrys sind:

  • Ananascurry
  • Massamancurry
  • Grünes Curry

Alle drei könnten unterschiedlicher nicht sein, auch wenn sie die gleiche Grundlage haben. Das Ananascurry beinhaltet, wie der Name schon sagt, Ananas. Der fruchtige, leicht süße und scharfe Geschmack ist einfach fantastisch. Am besten schmeckt es mit Hühnchenfleisch, wie fast jedes Curry.

Das Massamancurry besteht ebenfalls aus Kokosmilch und einer Currypaste. Allerdings werden zusätzlich Sternanis und Zimtstangen beim Kochen hinzugefügt. Das Massamancurry hat einen würzigen, leicht zimtigen Geschmack. Meistens werden Süßkartoffeln und frisches Gemüse als Einlage verwendet.

Grünes Curry ist das klassische Curry! Wenn du bei deiner Bestellung nicht explizit sagst, dass es nicht so scharf sein soll, wird dein Mund brennen und du benötigst eine Portion extra Reis um den Brand zu stillen. Trotzdem esse ich es wirklich gerne, auch wenn man beim Essen gern mal ins Schwitzen kommt.

Hot Pan (Muh Ka Ta)

Da ich ja ein leidenschaftlicher Griller bin, musste natürlich auch im Urlaub gegrillt werden. Allerdings nicht auf herkömmliche Art und Weise, sondern im „Thai-Style“ auf einer Hot Pan. Diese besteht aus zwei Teilen, zum einen aus der Kohleschale und zum anderen aus einer Mischung von Topf und Steakpfanne. Was in den unteren Teil gehört, versteht sich von selbst, nämlich Kohle. Der obere Teil des Grills ist da glaube ich eher erklärungsbedürftiger.

In den Ring wird eine Brühe gefüllt, frei nach Wahl. Im einem guten thailändischen Restaurant wird die Suppe durch mehrstündiges Auskochen von Schweineknochen, selbst hergestellt und dies schmeckt man! Neben der Brühe werden verschiedene Gemüsesorten, Reisnudeln und beispielsweise ein Ei in die Brühe gegeben und alles zusammen gekocht. Auf die Halbkugel wird als erstes ein Stück Schweinebauch gelegt, um diese einzufetten, sodass das nachfolgende Fleisch nicht kleben bleibt. Der Vorteil an einem Stück Schweinebauch ist, dass das Fett direkt runter in die Suppe läuft und somit nochmal zusätzlichen Geschmack gibt. Anschließend kann alles an Fisch und Fleisch auf der Halbkugel platziert werden, was du gerne möchtest. Klassiker sind, eingelegtes Rindfleisch in einer scharfen Marinade, kleingeschnittene Hühnerbrust, Schweinebauch, Tintenfischringe und Prawns.

Optimaler Weise kannst du mit Essstäbchen umgehen, denn das Fleisch und den Fisch auf der Halbkugel umzudrehen, geht tatsächlich am einfachsten mit einem Paar Stäbchen. Solltest du keine Erfahrungen im Umgang mit Stäbchen haben, mach dir keine Sorgen, versuch es einfach mal. Im schlimmsten Fall rutscht dir das Fleisch oder der Fisch in die Suppe und macht diese noch geschmackvoller. Also probiere es einfach mal aus.

Jetzt hab ich dir im besten Fall Lust auf die Hot Pan gemacht, aber du fragst dich bestimmt, wo bekomme ich denn so ein Teil her!? Ich habe meins original aus Thailand mitgebracht, aber auch in einem gut sortierten Asia-Shop kannst du diese „Pfanne“ kaufen. Teilweise werden diese sogar bei Amazon angeboten, jedoch ist der Preis ehr überteuert!

ENDE Teil I

Das war es mit dem ersten Teil der kulinarische Reise durch Khao Lak – Thailand. Im zweiten Teil möchte ich dir gerne etwas über den traditionellen Handel mit Waren, sowie über das Fischen von Krabben erzählen. Bleib dran und sei gespannt.

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