Sri Lanka Part I

eine neue Asienerfahrung!

Sri Lanka war genial und wunderschön! Nur um dies vorweg zu nehmen. Ich war schon mehrfach im Süden Thailands unterwegs und konnte mir so einen guten Eindruck über die dortigen Verhältnisse machen. Also war es an der Zeit einen anderen Ort zu besuchen. Die Entscheidung ist relativ spontan auf Sri Lanka gefallen. Nachdem einige Bekannte und Freunde bereits vor Ort waren und geschwärmt haben wie schön es dort ist, konnte ich nicht anders als ebendies zu buchen.

Bentota

Laut Internet ist Bentota die Stadt, in der die Touristen ein und aus gehen. Also habe ich mir, ohne weiter zu recherchieren im Kopf ein Bild von Bentota gemacht, welches jedoch in keinster Weise mit den tatsächlichem Ort zu tun hat. Ich dachte an das touristische Thailand. Viele Hotels, kleine Läden die bedruckte T-Shirts verkaufen. Viele kleine Restaurants die einen Haufen Meeresfrüchte anbieten. Aber nein. Der touristischste Ort Sri Lankas war ganz anders. Am ersten Tag begebe ich mich immer gerne zu Fuß auf die Reise durch den Ort, um zu schauen, „wo ich überhaupt gelandet bin“. So auch in Bentota. Raus aus dem Hotel, standen dort natürlich einige Menschen die mir gerne etwas verkaufen wollten. Dies finde ich durchaus legitim. Die Menschen müssen schließlich auch von irgendwas leben. Da ich allerdings nichts benötigte bin ich dann an der massiv überfüllten Straße, mit dem wohl schrägsten Verkehr den ich je gesehen hab weitergelaufen. Einen Bordstein gab es nicht und so musste ich aufpassen, dass mir niemand über die Füße fährt. Ich bin mir heute noch nicht sicher, wie eine zweispurige Straße „ausgebaut“ werden kann, sodass 4 – 6 Fahrzeuge nebeneinander herfahren können. Wirklich verrückt!

Ich habe mich auf den Weg gemacht zum nächsten Ort Aluthgama. Dieser war nur wenige Gehminuten von meinem Hotel erreichbar. Angekommen musste ich feststellen, dass ich eine ganz andere Vorstellung von einem touristischen Ort hatte als diejenigen, die die Texte im Internet verfassen. Ein kleiner Fischstand von den Abmaßen ca. 1,5m x 1,0m hatte ca. 20 Menschen angelockt, die lautstark über den Preis diskutierten. Die Straße war voll von Einheimischen, die kleinere Shops betrieben haben. Insbesondere Handyläden waren sehr beliebt. Ob Dialog oder Oppo wer eine Simkarte sucht, der wird auf jeden Fall schnell fündig. 5 km bin ich am ersten Tag gelaufen um mir einen Überblick zu verschaffen. Ich muss sagen es war einerseits ein kleiner Kulturschock und eine Reizüberflutung, andererseits wirklich interessant zu erfahren wie die Einheimischen leben.

Ausflüge

Ich plane den Urlaub meist so, dass ich eine günstige Pauschalreise inkl. Frühstück buche und vor Ort dann Tages- oder Mehrtagesausflüge zusätzlich buche. So habe ich immer eine zentrale Anlaufstelle und muss nicht meine gesamten Wertsachen bei mir tragen. Wenn ich das erste Mal in einem neuen Land bin, gehe ich gerne zur Veranstaltung des Reiseveranstalters. Dieser versucht zwar auch nur Tagesausflüge zu verkaufen, aber so bekommt man einen ersten Eindruck davon, was denn so ein Ausflug ungefähr kostet. Natürlich sind die Ausflüge im Hotel maßlos überteuert und zu dem soll so ein Ausflug dann auch noch mit 10 – 12 Personen veranstaltet werden. Das genaue Gegenteil suche ich. Ich möchte gerne Privattouren machen und dabei kein Vermögen ausgeben. Ebenso wie in Thailand habe ich mich bei bestem Wetter auf die Sonnenliege gelegt und im Internet recherchiert wer denn so alles Privattouren auf Sri Lanka anbietet. Zum einen schaue ich einfach bei Google, aber auch in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram suche ich nach geeigneten Tourguides. Nicht jeder vertraut den Menschen, die im Internet etwas anbieten. Ich kann jedoch nur den Rat geben, mach es! So habe ich bspw. auch den privaten Tourguide Asoka kennengelernt. Dieser ist ein Einheimischer, der 14 Jahre lang in der Schweiz gelebt hat. Eigentlich mag ich es nicht so, wenn ich im Urlaub deutsch spreche, aber einen Versuch war es auf jeden Fall wert. Er hat mich mit seinem privaten PKW direkt am Hotel abgeholt und wir sind in ein Restaurant gefahren. Bei einem kühlen Bier hat er mir erzählt, was er alles für Ausflüge anbietet. Um zu schauen, ob die Chemie zwischen uns stimmt, hat er mir angeboten am nächsten Tag völlig unverbindlich eine Schildkröten Reservoir zu besuchen. Nach dem Besuch war klar, er ist der Richtige! Nachfolgend möchte ich dir die einzelnen Ausflüge näher beschreiben.

Du suchst den perfekten Touguide auf Sri Lanka? Dann kann ich dir Asoka bedenkenlos weiterempfehlen! Auf Mails antwortet er ziemlich schnell. www.asokatours.at

Schildkrötenreservoir

Dieses Schildkrötenreservoir befindet sich direkt in Bentota. An den langen Stränden legen die Schildkröten ihre Eier ab. Da Sri Lanka ein armes Land ist, buddeln die Menschen diese Eier aus und verkaufen sie auf dem Markt um sich Lebensmittelkaufen zu können. Für die meisten Deutschen ist dies unverständlich. Doch wenn einem nichts Anderes bleibt, muss man erfinderisch werden. Das Reservoir kauft diese Eier, für umgerechnet 5 Cent das Stück auf und vergräbt sie auf dem Gelände, welches sich ebenfalls direkt am Strand befindet. In verschiedenen Becken werden dann die kleinen Schildkröten aufgezogen, bis diese eigenständig im Meer überleben können. Sie werden dann am Strand ausgesetzt und zurück ins Meer gelassen. Jedoch überleben, laut Aussage eines Mitarbeiters, lediglich 10 % der aufgezogenen Schildkröten. Der Rest wird nach kurzer Zeit im Meer von Raubtieren gefressen. Hört sich ziemlich tragisch an, aber so ist die Natur. Ich finde es gut, dass es diese Einrichtung gibt! Der Eintritt lag bei umgerechnet 2,50 € pro Person. Ebenfalls ein gutes Konzept. Touristen können sich die kleinen Schildkröten anschauen und die Organisation kann mit dieser Hilfe neue Eiere kaufen. Das Reservoir ist allerdings relativ klein. Für einen kurzen Abstecher ist es auf jeden Fall zu empfehlen.

Jeep-Safari/Elefantenfütterung/Tempelbesichtigung

Mit dem Jeep durch die Steppe Sri Lankas. Dabei hatte ich die Möglichkeit neben einer spannenden Jeepfahrt auch einige wilde Tiere wie beispielsweise Elefanten zu sehen. Diese leben in dem Nationalpark und sind vor menschlichen Eingriffe geschützt.

Angeln

Ich mache mir seit einigen Urlauben immer wieder den Spaß, und gehe zum Angeln. In Deutschland hingegen fehlt mir einfach die Zeit um mir dies zu ermöglichen. Neben der großen Vielfalt an Fischen, welche es bei uns nicht gibt, kann man vom Wasser noch einmal einen ganz anderen Eindruck vom Land bekommen. Insbesondere in Asien werden die gefangenen Fische anschließend zubereitet. Super lecker! Auf diesem Ausflug haben wir die Fische dem Captain des kleinen Bootes geschenkt, da wir keine Möglichkeit der Zubereitung hatten. Neben dem eigentlichen Fischen sind wir mit dem Boot durch verschiedenste Mangroven gefahren und konnten dort ebenfalls einige, für uns Deutsche, ausgefallene Tiere beobachten. Unter anderem einen 4 Meter langen Alligator der seine Kräfte in der Sonne wieder aufgeladen hat. Aber auch Flughunde und einen Wasserwaran. Superschöner Ausflug der sich gelohnt hat!

3-tägige Tour durchs Land

Um mehr vom eigentlichen Land zu sehen, haben wir im Anschluss eine 3-tägige Tour bei Asoka gebucht. Hierbei waren wir Richtung Süd und Zentral Sri Lanka unterwegs. Zwischenzeiig haben wir angehalten um eine frische Kokosnuss am Straßenrand zu trinken und dabei ein paar Affen zu beobachten. So verging die Zeit wie im nu und wir sind am Serigiyafelsen angekommen. Auf diesem Felsen hat vor einigen Jahrhunderten der König Sri Lankas sein Palast gebaut. 1200 Stufen führen den Berg hinauf. Oben angekommen ist man zwar vollkommen durchgeschwitzt, aber der Ausblick ist einfach der Hammer! Es lohnt sich!  In jedem Baum hängen Affen, die sich mit Sicherheit fragen, was die ganzen Menschen dort oben wollen. Einfach nur schön!

Im Anschluss haben wir eine Nacht in einem kleinen Hotel genächtigt, bevor es am nächsten Tag weiter in Richtung Zahntempel in Kandy ging. Die Straßenqualität ist für uns Deutsche eine echte Herausforderung. Dadurch kommt man an manchen Stellen nur sehr schleppend voran, sodass man für eine Strecke von gerade einmal 200 km gute 4 – 5 Stunden brauchen kann. Erster Stopp war unser Hotel, wo wir uns noch ein wenig frisch machen konnten bevor es als allererstes zu einer einheimischen Tanzshow ging.

Ich fasse die Show mal als etwas abgedreht zusammen. Es wurden traditionelle Tänze vorgestellt, die mit einheimischen Trommeln untermalt wurden. Etwas strange aber auf jeden Fall eine besondere Erfahrung. Was mich eigentlich nicht wundert ist, dass der Brandschutz nicht so eng gesehen wurde. Denn als Abschluss der Show wurden glühende Kohlen auf einer Art Bahre in den Saal gebracht, auf den Boden gelegt und anschließend mit Spiritus begossen (in einem geschlossenen Raum mit 60 Leuten). Aber genau das ist es, warum ich Asien so mag. Die Menschen machen sich teilweise einfach keine Gedanken darum, dass etwas passieren könnte. Klar beim Thema Umweltschutz sollten sie etwas mehr drüber nachdenken, was sie wo hinwerfen. Aber diese lockere Art zu leben gefällt mir eigentlich ganz gut.

Im Anschluss an die Tanzshow, haben wir den Zahntempel besichtigt, dieser ist gute 2 Gehminuten entfernt und extrem gut bewacht. Denn in dem Tempel befindet sich der Zahn Buddhas. Somit ist dies der heilige Ort für Buddhisten. Eine wirklich schöne Anlage! Wenn du mal dort bist, schau dir auf jeden Fall verschiedenste Tempel an. Insbesondere diesen! Beeindruckend!

Das war der erste Teil meiner Reise durch Sri Lanka. Im nächste. Teil möchte ich dir gerne etwas über die Essenskultur der Singhalesen berichten. Sei gespannt was noch kommen wird!

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Sieh dir auch meine Reiseberichte aus Thailand an!

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